Ultraschall

Der Ultraschall ist in der modernen Medizin unentbehrlich. Dies betrifft neben der Organdiagnostik (z.B. Brust und Unterbauch) insbesondere die Geburtshilfe. Neben der Lage und Position des Kindes im Mutterleib können das Gewicht und die Größe bestimmt werden. Bei unklarem Schwangerschaftseintritt wird das Alter des Embryos schon frühzeitig auf wenige Tage genau berechnet. Mangelernährung, Durchblutungsstörungen und kindliche Fehlbildungen werden erkannt und eine entsprechende Therapie, falls erforderlich, eingeleitet.
In Deutschland gibt es für die Ultraschalldiagnostik abgestufte Qualifizierungsgrade, die von der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) festgelegt sind. Der Praxisinhaber hat eine DEGUM II-Qualifikation.
Zum Ausschluss einer Mutterkuchenschwäche (Plazentainsuffizienz) hat sich die Dopplersonographie bewährt. Sie ist oftmals in der Lage, ein drohendes Versagen des Mutterkuchens 2-3 Wochen vorher zu erkennen. Eine Zulassung zur Durchführung der Duplex (Doppler)- Sonographie liegt vor.
Im Rahmen der Missbildungsdiagnostik ist der 3D/4D Ultraschall eine sinnvolle Ergänzung. Außerdem eröffnet er frühzeitig die Möglichkeit der optischen Wahrnehmung des Kindes und fördert damit die Bindung zu den werdenden Eltern und Geschwistern. Das dreidimensionale Foto aus dem Mutterleib ist eine Erinnerung, die man auch dem Ungeborenen für später nicht vorenthalten sollte. In den letzten Jahren habe ich auf diesem Gebiet viele Erfahrungen gesammelt und eine entsprechende Übung in der Durchführung der Untersuchung erworben.

DEGUM: Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin. Sie ist maßgeblich für die Fortbildung und Qualitätsnormierung für Ultraschalluntersuchungen in Deutschland. Weiterbildungsmaßnahmen durch sie sind allgemein anerkannt und nur durch eine Abschlussprüfung zu erreichen. Die Institution ist Firmen- und Industrie unabhängig. Die Weiterbildungsmaßnahmen sind überwiegend universitär getragen und gliedern sich in 3 Stufen (DEGUM I-III). DEGUM I ist für eine normale Schwangerschaftsbetreuung gemäß den Mutterschaftsrichtlinien empfohlen. DEGUM II ist eine deutlich erweiterte Qualifikation, die eine umfassende Missbildungsdiagnostik beinhaltet. DEGUM III wird ausschließlich an größeren Zentren vorgehalten und inkludiert operative Maßnahmen im Mutterleib am ungeborenem Kind.

Dopplersonographie (auch Duplexverfahren genannt): Eine Untersuchung des Blutdurchflusses in den Gefäßen. Diese kann an den Gefäßen des Mutterkuchens, der Nabelschnur oder an den Gefäßen des Babys selbst durchgeführt werden und dient überwiegend der Erkennung eines vorzeitigen Versagens des Mutterkuchens (so genannte Plazentainsuffizienz). Außerdem dient die Untersuchung zur Differenzierung von Tumoren an der Brust oder im Unterleib. Auch für dieses Untersuchungsverfahren ist eine Zusatzqualifikation mit Abschlussprüfung erforderlich.

3D/4D Ultraschall: Eine zusätzliche Computer gestützte Ultraschalloption, die an digitalen Ultraschallgeräten der neuesten Generation vorgehalten wird. 3D bedeutet dabei eine dreidimensionale Darstellung der Strukturen (z.B. des Babys im Mutterleib) mit farblicher Unterlegung zur Kontrastverstärkung. Hierdurch wird die Missbildungsdiagnostik deutlich erleichtert und für den Betrachter auch als Laie transparent. 4D bedeutet, dass die Bilder in Echtzeit aufgenommen werden, so dass auch ein kurzer Film vom Baby im Mutterleib gedreht werden kann. Dieses Verfahren ist sehr zeitaufwendig und erfordert eine hohen Übungsgrad. Es wird in meiner Praxis seit vielen Jahren angeboten. Der 3D/4D Ultraschall ist leider keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung, so dass er zur Zeit privat liquidiert werden muss.

 

Schwerpunkte

 

 

 


Das werdende Leben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Vor und nach der Geburt