Betreuung und Begleitung bei Befindlichkeitsstörungen, Diagnostik bei Regelblutungsstörungen, Pubertätsstörungen, Impfungen, Kindergynäkologie

Wechseljahrsbeschwerden und das prämenstruelles Syndrom (PMS) besitzen einen fraglichen Krankheitswert. Beide Begriffe gehören eher in die Sparte der Befindlichkeitsstörungen. Das prämenstruelle Syndrom tritt gewöhnlich um das 35. Lebensjahr herum auf und kann mit Stimmungsschwankungen, Völlegefühl, Brustspannen, Kopfschmerzen und allgemeiner Abgeschlagenheit einhergehen. Meist handelt es sich um harmlose Schwankungen im Mikromilieu der Hormone. Seltener liegt eine PMDD (prämenstruell dysphoric disorder) vor, die mit vorübergehenden Depressionen einhergeht. Die Therapieansätze sind vielfältig. Es stehen alternativ- und schulmedizinische Medikamente zur Verfügung.

Wechseljahrsbeschwerden sind unterschiedlich. Etwa 20% aller Frauen bleiben beschwerdefrei. Der Rest entwickelt Symptome für einige Wochen bis Monate. Andere Frauen leiden Jahre oder Jahrzehnte darunter. Der Eintritt der Wechseljahre liegt in der Regel zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr. Nicht immer treten die klassischen Hitzewallungen auf. Auch Stimmungsschwankungen, vorzeitige Ermüdbarkeit, Konzentrationsschwäche, Gliederschmerzen, Augenbrennen, Herzrasen, Blutdruckschwankungen, Haarverlust und Blutungsstörungen kommen vor. Letztere bedürfen immer einer ärztlichen Abklärung, da ihre Ursachen auch auf anderen Ebenen liegen können (Entzündungen, Tumore, Hormonstörungen, Gerinnungsstörungen, Medikamentennebenwirkungen). Sexualstörungen sind in dieser Zeit nicht selten. Häufig sind allein erklärende Worte hilfreich. Linderung kann durch pflanzliche und homöopathische Mittel erreicht werden. Eine völlige Symptomfreiheit lässt sich in der Regel nur durch eine Hormonersatztherapie erreichen. Letztere sollte nach dem Prinzip- „soviel wie nötig, so wenig wie möglich und zeitlich begrenzt“- durchgeführt werden. Neben der Beseitigung der Beschwerden ist durch eine Hormontherapie auch ein Osteoporoseschutz gewährleistet. Über Nebenwirkungen, individuelle Risiken und die Vorteile einer solchen Therapie spreche ich mit Ihnen gerne.

Hormonelle Schwankungen sind nicht nur am Ende der fruchtbaren Phase einer Frau (Wechseljahre), sondern auch am Anfang der fruchtbaren Phase einer Frau (Pubertät) charakteristisch. Auch hier sind unregelmäßige Blutungen an der Tagesordnung. Das Begreifen der Veränderungen und Akzeptieren des eigenen Körpers, der Vergleich mit Anderen, die Abgrenzung zum Elternhaus, die Entwicklung einer eigenen Sexualität und Persönlichkeit, die Definition von Hobbys und beruflichen Neigungen und natürlich Fragen zur Menstruationshygiene und Verhütung sind häufige Punkte des Gesprächs beim Frauenarzt. Eine gynäkologische Untersuchung ist dabei nicht erforderlich. Sie kann später einmal durchgeführt werden. Wer Verhütungsmittel benötigt, bekommt sie!

Auch der Schutz vor Geschlechtserkrankungen und AIDS sollte besprochen werden. Habe ich einen ausreichenden Impfschutz? Was bringt mir die neue Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs (HPV-Impfung)? Fragen über Fragen! Alles wird in einer ruhigen und vertraulichen Atmosphäre besprochen. Wer seine Freundin, Freund oder Eltern mitbringen möchte, kann dies selbstverständlich tun.

Auch Probleme im Kindesalter können einfühlsam und unter Schutz der Intimität gelöst werden. Hierzu wird ein entsprechendes Instrumentarium für die Kindergynäkologie vorgehalten.

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