Brusterkrankungen

Brustkrebs ist der häufigste Krebs bei Frauen noch vor dem Darmkrebs. Ca. 45 000 Frauen erkranken daran pro Jahr in Deutschland. Diese Erkrankung ist kein Todesurteil, wie immer noch viele Frauen meinen! Vielmehr ist diese Erkrankung oft heilbar, wenn man sie rechtzeitig erkennt.

Gerade in den letzten Jahren sind die Früherkennungsmaßnahmen deutlich verbessert worden. Wichtig ist eine regelmäßige Teilnahme an den Früherkennungs-Untersuchungen beim Frauenarzt. Hier ist es möglich neben der Untersuchung durch den Arzt, eine Unterweisung in der Selbstabtastung der Brustdrüse zu erhalten. Eine hoch auflösende Ultraschalluntersuchung der Brust kann bei unklarem Tastbefund weiteren Aufschluss über einen harmlose oder auffällige Situation liefern. Ohne unklarem Befund ist diese Untersuchung leider keine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse, so dass sie in solchen Fällen privat liquidiert werden muss. Darüber hinaus ist die Mammographie (Röntgen der Brustdrüse) in 2-jährlichen Abständen zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr als Suchmethode in Deutschland durch den Gesetzgeber vorgesehen. Die Untersuchung wird in Mammographiezentren durchgeführt, wo besonders geschulte Ärzte die Bilder beurteilen. Ansonsten ist bei bestehender Indikation jederzeit auf Überweisung ihres Arztes bei einem Radiologen ihrer Wahl eine Mammographie möglich. Eine Kernspinuntersuchung (auch Magnetresonanztomographie genannt) ist in Sonderfällen ebenfalls sinnvoll. Bei familiärer Brustkrebsbelastung sind die Überwachungsmaßnahmen in jüngeren Jahren (z.B. ab dem 30.-35. Lebensjahr) in intensivierter Form zu beginnen.

Auch in der Therapie des Brustkrebses hat sich in den letzten Jahren viel verändert. Die operativen Verfahren sind deutlich weniger radikal, so dass die Abnahme der Brust heute eher eine Ausnahme darstellt. Die Chemotherapie hat viel an Aggressivität verloren, da ihre Nebenwirkungen durch neue Medikamente abgeschwächt oder verhindert werden können. Oftmals tritt an die Stelle einer Chemotherapie eine wesentlich harmlosere antihormonelle Therapie. Diese ist auch bei einigen Patientinnen ergänzend zur Chemotherapie möglich. Bei Brust erhaltenden Operationsverfahren und bei fortgeschritten Befunden ist in der Regel eine Nachbestrahlung an der Brust / Brustkorb und manchmal der Achselhöhle erforderlich. Auch die Radiatio (Bestrahlung) ist in letzter Zeit immer weiter verfeinert worden, so dass Nebenwirkungen, wie sie aus der Vergangenheit in Erinnerung sind, heute fast ausgeschlossen werden können. Die Bestrahlung findet ausschließlich an hoch spezialisierten Zentren statt.
Neuere Therapieverfahren bekämpfen den Krebs immer spezifischer. Hervorzuheben sind die Antikörpertherapien und Medikamente, die im Zellinnern und an der Zellmembran der Krebszelle angreifen und so ihre Vermehrung verhindern. Auch gelingt es heute die Blutgefäßneubildung in Tumoren zu unterdrücken. Impfstrategien sind in der Entwicklung.
Psychosoziale Unterstützung und die Bereitschaft zur Gesprächsführung in der Stunde der inneren Zerrissenheit ist etwas sehr wichtiges, was Sie jederzeit neben der ausführlichen Erläuterung der Erkrankung und des Therapieablaufes beim Brustkrebs von mir erwarten können! Dies kann auch zusammen mit ihrem Partner geschehen , so dass auch sehr intime Dinge besprochen werden können. Viele Patientinnen, die ich teilweise seit 10-20 Jahren mit „ihrem Brustkrebs“ betreue, wissen das zu schätzen!

Im Falle einer Erkrankung werden Sie maximal 2 Wochen bis 1 1/2 Jahre durch ein Brustkrebszentrum betreut. Andernfalls erfolgt die Begleitung lebenslang durch ihren Frauenarzt!

 

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